Erstmals Warnmeldung direkt aufs Handy

Am 8. Dezember ist bundesweiter Warntag – Cell Broadcast System im Test

Pressemitteilung Kreis Soest vom 30.11.2022

Kreis Soest (kso.2022.11.30.558.jdw) Wie gut funktioniert die Warnung vor Katastrophen in Deutschland? Ein bundesweiter Funktionstest der Warnmittel erfolgt hierzu am Donnerstag, 8. Dezember 2022, um 11 Uhr, denn es ist Warntag. „Neben der Warnung per Sirenen und der Warn-App NINA erfolgt erstmals eine Warnung per Cell Broadcast, zentral gesteuert vom Bund. Damit erscheint die Warnung direkt auf dem Handy, auch ohne App“, erklärt Dennis Pingel, Abteilungsleiter Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest.

„Im Grunde funktioniert der neue Warnkanal Cell Broadcast ganz einfach: Über die unterschiedlichen Mobilfunkprovider wird ein Signal herausgegeben, dass direkt auf dem Handydisplay erscheint. Es muss keinerlei App geöffnet werden. Die einzige Voraussetzung ist, dass das Mobilfunkgerät eingeschaltet und empfangsbereit ist“, so der Abteilungsleiter. Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) befindet sich der neue Warnkanal in der Testphase, die voraussichtlich bis Ende Februar 2023 gehen soll. Erst danach soll der Kanal freigeschaltet werden, so dass alle Leitstellen über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) eine Warnung durch Cell Broadcast auslösen können.

Am 8.Dezember 2022 erfolgt um 11 Uhr die Probewarnung über MoWaS: Ein Warntext wird an alle Warnmultiplikatoren verschickt, dazu zählen beispielsweise Rundfunkanstalten und unterschiedliche Medienunternehmen. Die Warnapp NINA wird ebenfalls über MoWaS bedient, zudem erfolgt eine Warnung über den neuen Warnkanal Cell Broadcast. Gesteuert und abgesetzt werden die Meldungen zentral vom Bund. Lediglich die 186 Sirenen im Kreis Soest werden direkt von der Leitstelle im Rettungszentrum des Kreises pünktlich um 11 Uhr aktiviert.

Ziel des Probealarms ist es, die Warnmittel auf ihre Funktion zu testen und gleichzeitig die Bevölkerung an die Bedeutung der Signale zu erinnern. In mittlerweile allen Kommunen im Kreisgebiet sind flächendeckend Sirenen montiert, die das digitale Signal, die drei Alarmtöne Entwarnung (eine Minute Dauerton) – Warnung (eine Minute auf- und abschwellender Heulton) – Entwarnung (eine Minute Dauerton) in Abfolge, abgeben können. Die offizielle Entwarnungs-Meldung vom Bund soll um 11:45 Uhr erfolgen, so dass eine erneute Meldung per MoWaS an die Warnapp NINA und Cell Broadcast erfolgt. Die Sirenen werden um 11:45 Uhr aber nicht noch einmal ertönen.

Mehr Informationen zum Thema „Was tun in Krisenfällen?“ gibt es auf der Internetseite www.kreis-soest.de/krisenfall. Wer sich die Töne im Vorfeld schon einmal anhören möchte, kann dies auf der Internetseite des Kreises Soest unter www.kreis-soest.de/warnung tun. Detaillierte Informationen rund um den neuen Warnkanal Cell Broadcast, gibt es auf der Internetseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk-bund.de.

Sirene Feuerwehrgerätehaus Möhnesee-Büecke – Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Schlagwörter